Virtuelles Lernen ist viel mehr als nur ‘digitale Produkte’

Learningfriends.club

Aktuelle Trends und Entwicklungen erfordern ‘Future Skills’.

Informationen, Content, Daten stehen in Hülle und Fülle zur Verfügung, damit daraus Wissen wird, braucht es Lerntransfer und damit aus all dem Wissen auch Können wird.

Es hapert generell am meisten, wenn es um die Umsetzung geht. Hierfür brauchen wir Anwendungskompetenz, Implementierung, Optimierung und Praxistransfer.

Es gibt unendlich Lernbedarfe. Auf das WIE kommt es an.

Damit ein Wissens- und Praxistransfer gelingen kann, hab ich in meiner Forschungsarbeit aufgedeckt, sind vor allem die Demotivatoren relevant.

  1. Es gibt x mal soviele Motivatoren als Demotivatoren.
  2. ABER: Sobald auch nur ein Demotivator aktiviert wird, sind alle Motivatoren ausgehebelt!

>> Das WIE vor allem beim virtuellen Lernen ebenso wie schon immer in der klassischen Lehre hat eine wesentlich wichtigere Rolle, als bisher berücksichtigt wird.

‘digitale Produkte’ vs Virtualität

Heute werden wie wild ‘digitale Produkte’ produziert oder versucht zumindest und dabei werden in der Regel Videos erstellt, es wurde Kameratauglichkeit gecoacht und wie natürliche Hemmungen (die wie ich finde oft zurecht wirken, aber das ist ein anderes Thema) überwunden oder überlistet werden und dann wird zu meist derselbe Fehler gemacht, was schon im Präsenzunterreicht mit das untauglichste war und ist – Monologe und Frontalunterricht. Das ist regelrecht eskaliert.

Es wird regelmässig bemängelt, dass beim virtuellen Lernen halt der menschliche Kontakt fehle – allerdings bezieht sich die Kritik vor allem auf den Speaker, der den Beifall vermisst und nicht auf die eigentlich Betroffenen, die Lernenden.

Ich möchte gerne darauf aufmerksam machen, dass ‘digitale Produkte’ bei Weitem kein ‘virtuelles Lernen’ bedeutet und dass es da erhebliche Unterschiede gibt.

Virtualität (phil.) ist der Raum der Möglichkeiten.

Nur auf digitale Produkte geschaut, sind dort die Möglichkeit eher noch begrenzter als in der Präsenz.

Anbieter digitaler Formate klagen über hohe Kursabbrüche und wundern sich, weil sie sich doch so viel Mühe gegeben haben und der Frust eskaliert. Dass zuvor frustriert wurde wird seltener wahrgenommen. Wie auch unter diesen üblichen Bedingungen.

Ich sehe mindestens 90+% brachliegendes Potenzial, wenn es wirklich um virtuelles Lernen geht, weil zum Beispiel so sogar in der Präsenz relevante, lernverhindernde Begrenzungen, an die sich halt alle längst notgedrungen gewöhnt haben, aufgehoben sein können.

Was bedeutet nun die Erkenntnis, über die Motivatoren und Demotivatoren für die Praxis?

Nach Satir ‘Störungen haben Vorrang’.

Es bedeutet den gelebten Paradigmenwechsel.

Welcher Paradigmentwechsel? – von der Nürnberger Trichter-Didaktik, der üblichen Fremdbestimmung, extrinsischen immer manipulativeren Lernverführungskünsten zu natürlichen Bedürfnissen, Selbstentfaltung, Wachstum, Lösungsorientierung, Selbststeuerung, intrinsisch motiviertem Lernen. Der Lernende sollte im Vordergrund stehen. Das gefällt vielen Lehrkräften gar nicht oder haben sie selbst noch nicht gelernt. Kein Wunder tut sich eine Entwicklung schwer.

Erwachsenenbildung hat einige mehr relevante Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt und das bedeutet, damit sind Lehrende wie Lernende gemeint. Lehrende zu degradieren, unter Druck setzen, verunsichern oder überfordern taugt wenig – offensichtlich.

“Was stört Dich?” – individuell, subjektiv und situativ kann Demotivatoren identifizieren, bewusst machen. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Lösung.

Lernen bedeutet Konflikte meistern

Hierzu gehört auch, dass jegliche Konflikte, insbesondere von neuen Informationen mit bisherigen der Klärung bedürfen. Kennst Du das? Du hörst etwas in einem Vortrag und es fängt in Dir an zu denken, grübeln, sortieren… und alles weitere Gesagte schwimmt ungehört an einem vorbei. In Videos könnte man ja wenigstens zurückspulen, wenn man dann soweit ist, falls das Format wenigstens das erlaubt – in der Praxis wars halt Pech. Dann wird versucht an Aufschriebe von Kommilitonen zu kommen, die mehr mitbekommen haben usw. Äußerst ineffizient, oder? Unbefriedigend, fand ich schon immer.

Ich liebe es, wirklich etwas zu lernen, das bedeutet etwas voll zu erfassen bis es wirklich ‘in Fleisch und Blut übergeht’. Das ist ein Prozess und kein Hauruck-Verfahren. Das findet aktiv und innen statt. Außerdem bedarf es der Reflektion, Auseinandersetzung und verschiedene Perspektiven – im Diskurs idealerweise.

Es hapert generell am meisten, wenn es um die *Umsetzung* geht

In Manager-Seminaren wurde regelmässig die höchste Bewertung und Anerkennung für die Abendveranstaltung, Pausengespräche, Kamingespräche etc. verliehen. Dort wo wirklicher Lerntransfer Raum bekommen hat und stattfinden kann.

Ganz bestimmt nicht im passiven Folgen von Monologen oder stundenlangen Video-Vorträgen einzelner Meinungen oder wie ich im Studium lernen durfte, das ‘Bulemie-Lernen’. Mit Bulemie-Lernen so wurde ich aufgeklärt wird das gemeint, was am ‘besten funktioniert’, Hauptsache mit dem Kurzzeitgedächtnis die nächste Prüfung bestehen. Ohweh, da haben wir es wohl wenig mit Bildung zu tun, wenn Informationen lediglich konsumiert und ausgek… werden. Da bleibt nichts hängen. Haben die meisten so ihre Abschlüsse erworben? Was heißt das?

Ist es so gesehen verwunderlich, dass gilt ‘Es hapert generell am meisten, wenn es um die Umsetzung geht’…?

Ein gelebter Paradigmenwechsel rückt zurecht, worum es wirklich geht, um das Lernen Lernender und wie das für jeden Einzelnen bestmöglich gelingt.

Hierfür ist primäre Selbsterkenntnis erforderlich.

  • Wie lerne ich am besten?
  • Was brauche ich, um optimal lernen zu können?
  • Was demotiviert mich? und
  • wie kann ich Demotivatoren in Motivatoren verwandeln? und
  • mich selbst beim Durchhalten fördern?

Außerdem braucht erfolgreicher Lern-, Wissen- und Praxistransfer vor allem Interaktion.

Wir brauchen Kommunikation, nicht nur Informationen, denn diese müssen durch die eigenen Hirnwindungen prozessiert werden, weil Lernen findet im eigenen Kopf statt, idealerweise als Erfahrung am eigenen Leib. Ja das geht auch virtuell!

Wer sich für qualitatives virtuelles Lernen interessiert ist herzlich Willkommen!

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  • dass etwas gelernt wird,
  • hier dass eigener Bedarf und Bedürfnisse klar werden.
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